Vorbilder
Vorbilder für den Ideen-TrimmPfad gab es einige:
- Die alten TrimmPfade der körperorientierten Fitness-Kultur für Jedermann
- Der Sinnesparcours nach Kükelhaus
- Die Orientierungslauf-Bewegung
- Der ein oder andere Gedächtnispfad
TrimmPfad-Bewegung
Der Gedanke des Sports für Jedermann stand Mitte der 1970er Jahre Pate, als die ersten TrimmPfade, ausgehend von der Schweiz entstanden. Unter dem Motto "Trimm Dich fit" sollten die Parcours einen Beitrag zur Volksgesundheit leisten und der mangelnden körperlichen Bewegung großer Teile der Bevölkerung entgegenwirken. Der Trend griff schnell um sich, und für mehr als 20 Jahre entstanden in immer mehr Städten und Gemeinden wohnortnahe Angebote, sich körperlich zu betätigen und die eigene Gesundheit zu fördern.
- Klarer Pluspunkt: Die Pfade waren individuell nutzbar, erforderten keine Ausrüstung - und animierten, wenn sie ansprechend gebaut waren - zur regelmäßigen Betätigung.
Sinnes-Parcours (nach Kükelhaus)
Einen anderen Hintergrund hatte der Sinnes-Parcours, der von dem deutschen Künstler und Pädagogen Hugo Kükelhaus in's Leben gerufen wurde. Unter dem Namen "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne" startete Kükelhaus bei der Weltausstellung 1967 mit einem "Naturkundlichen Spielwerk", und installierte daraus abgeleitet 1975 ein fantastisches "Versuchfeld", das Menschen die Möglichkeit bot, Naturgesetze "am eigenen Leib" zu erfahren. Das Ziel war, die (oft verkümmerten oder stark unterforderten) Sinneswahrnehmungen neu zu beleben und alle menschlichen Sinne gleich anzuregen und zu stimulieren. Das Erfahrungsfeld wanderte als Ausstellung zu vielen Orten im In- & Ausland und fand weltweit viele Nachahmer auf öffentlichem oder privatem Gelände.
- Klarer Pluspunkt: Die oft sehr aufwändig gestalteten Stationen regen Menschen aller Altersstufen ganzheitlich an, mehr Gebrauch von ihrern Sinnen zu machen.
Orientierungslauf-Bewegung
Und noch ein Vorläufer soll erwähnt werden: Die Orientierungslauf-Bewegung (auch kurz OL genannt). Die Bewegung nahm ihren Ursprung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Skandinavien und versteht sich als Laufsportart, bei der mit Hilfe von Landkarte und Kompass eine, nur durch einzelne Kontrollpunkte festgelegte Strecke im Gelände, durchlaufen wird. Weil dabei die Streckenwahl jedem Läufer vollkommen frei gestellt ist, ist die richtige Strategie oft entscheidend für den Erfolg.
Als neuere Variante gilt die "Stadtorientierung", bei der der läuferische Aspekt durch ein mehr "stadtgemäßes" Bewegungstempo ersetzt wurde.
- Klarer Pluspunkt: Eine Sportart, die neben körperlicher Fitness auch ein recht hohes Maß an kognitiver Leistung und strategischer Voraussicht erfordert.
